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Die verschiedenen Mikrofontypen (Teil 1)

In diesem Artikel möchten wir Ihnen wichtige Informationen geben, um bewusst das oder die Mikrofone auszuwählen, die Sie auf der Bühne, im Studio oder im Home-Studio benötigen könnten. Wie die Tonabnehmer von Plattenspielern, Lautsprecher oder Kopfhörer sind Mikrofone Wandler, also Energieumwandler. So wird die akustische Energie, der Schall, der auf die Membran trifft, in elektrische Energie umgewandelt. Diese wird verstärkt und dann an einen Lautsprecher oder Kopfhörer weitergeleitet, wobei das Ursprungssignal möglichst genau wiedergegeben wird.

Beginnen wir in diesem ersten Teil mit den dynamischen Mikrofonen und den Bändchenmikrofonen. In wenigen Tagen werden wir diesen Überblick mit Informationen zu Kondensator-, Elektret- und USB-Mikrofonen ergänzen.

Mikrofon

Wie funktioniert ein Mikrofon?

Es gibt viele Möglichkeiten, Schall in elektrische Energie umzuwandeln, aber zwei Hauptverfahren werden heute am häufigsten verwendet: die dynamischen und die Kondensator- oder elektrostatischen Mikrofone (siehe bald Teil 2). Mikrofone mit diesen Technologien findet man am häufigsten im Studio, auf der Bühne, im Radio oder bei Videoproduktionen. Wir werden sehen, dass es auch andere Mikrofontypen gibt, die für spezielle Tonaufnahmen gesucht werden. Die Wahl eines Mikrofons ist sehr wichtig, da es fast immer am Anfang der Audioproduktionskette steht. Wenn das Mikrofon die Schallquelle nicht originalgetreu, ohne Störgeräusche oder Interferenzen aufnehmen kann, wird kein nachfolgendes System einen hochwertigen Klang erzeugen können.

Das dynamische Mikrofon

Es wird auch bewegliche Spule genannt, nach seinem Funktionsprinzip. Der Schalldruck trifft auf die Membran des Mikrofons. Diese Membran ist physisch (durch Kleben) mit einer Drahtspule verbunden. Die Bewegung des Ganzen erfolgt um einen Magneten, der ein starkes Magnetfeld erzeugt. Dabei wird in der Spule ein Strom induziert, der proportional zum Schalldruck auf die Membran ist. Der Name dynamisch kommt daher, dass dieses Mikrofontyp einen Strom erzeugt, ohne externe Energie zu benötigen. Dynamische Mikrofone sind für ihre Robustheit und Zuverlässigkeit bekannt und daher hervorragende Begleiter auf der Bühne. Ihr Ausgangspegel ist hoch genug, um direkt an den meisten Mikrofoneingängen von Mischpulten oder Audiointerfaces betrieben zu werden, und sie bieten ein ausgezeichnetes Signal-Rausch-Verhältnis. Sie benötigen keine regelmäßige Wartung und behalten bei etwas Pflege ihre Leistung über viele Jahre.

Wussten Sie schon 🤓?

Ein Lautsprecher funktioniert genau umgekehrt wie ein dynamisches Mikrofon: Das elektrische Signal vom Verstärker fließt durch die Spule, die mechanisch mit der Membran des Lautsprechers verbunden ist, und beeinflusst das vom Magneten erzeugte Magnetfeld. Durch die Bewegung der Membran entstehen die Schwingungen, die den Schall erzeugen. Das bedeutet, dass ein Lautsprecher auch ein dynamisches Mikrofon ist – einige Gegensprechanlagen nutzen diese Eigenschaft!

Shure SM58

Mikrofon SM58

Es ist sicherlich eines der bekanntesten und meistgenutzten Bühnen-Gesangsmikrofone weltweit. Unzerstörbar, zuverlässig und ergonomisch hat es alle Sänger durch seine erstklassige Audioqualität, einen klaren und sanften Klang, der nie aggressiv wirkt, überzeugt. Ein Mikrofon, das auch für Gitarrenverstärker geeignet ist, obwohl man manchmal eher zu seinem kleinen Bruder SM57 greift, dessen Form sich besser für diesen Zweck eignet. Kurz gesagt, ein echtes Allround-Mikrofon!

Das Bändchenmikrofon

Seine Funktionsweise ähnelt der eines dynamischen Mikrofons, mit dem Unterschied, dass die bewegliche Spule (die es hier nicht gibt) durch ein dünnes Bändchen ersetzt wird, das im Magnetfeld eines Magneten schwebt. Es benötigt keine Stromversorgung zum Betrieb. Die Leichtigkeit des beweglichen Teils ermöglicht eine hohe Empfindlichkeit und eine ausgezeichnete Wiedergabe der Hochfrequenzen, aber seine sehr geringe Impedanz (im Ohm-Bereich) erfordert einen hochwertigen Vorverstärker. Außerdem ist es relativ empfindlich, weshalb es fast ausschließlich im Studio verwendet wird, wo es besonders für klassische Musik geschätzt wird, da es einen Klang liefert, der weicher wirkt als bei dynamischen oder Kondensatormikrofonen.

Royer Labs SF-2 

Bändchenmikrofon

Die Vorverstärkerelektronik des SF-2 wird über eine Phantomspeisung betrieben, was eine deutliche Verbesserung gegenüber seinem Vorgänger, dem SF-1, darstellt. Sein Ausgangspegel entspricht dem eines elektrostatischen Kondensatormikrofons, sodass es an alle gängigen Vorverstärker angeschlossen werden kann. Es eignet sich ideal für die Aufnahme aller Orchesterinstrumente, einschließlich Gesang.

 

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