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Universal Audio Apollo Serie: Welches Modell für welchen Einsatz?

Das Wichtigste in Kürze
  • Die komplette Apollo-Serie von Universal Audio baut auf derselben Basis auf: Unison-Preamps, integriertes DSP und die Console-Software. Unterschiedlich sind nur die Anzahl der Eingänge und die Rechenleistung.
  • Homestudio oder Podcast: Ein Desktop-Modell (Solo, Twin X) reicht völlig aus. Zwei Eingänge, die du wirklich nutzt, bringen dir mehr als acht, die brachliegen.
  • Live-Aufnahmen und Drum-Recording: Hier führt der Weg zum Rackformat, mit sechs bis acht Preamps, die alle gleichzeitig zur Verfügung stehen.
  • Erweiterbares Mehrspur-Setup: Das Dante-Netzwerk der Apollo x16D und die ausgelagerten Preamps verändern die Art, wie du ein Studio verkabelst.
  • Praktischer Hinweis: Ob Thunderbolt oder USB, das hängt vor allem von deinem Rechner ab, nicht von deinem Level.

Eine Frage höre ich immer wieder: „Was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Apollo Twin und einer Apollo x8p?“ Die Antwort passt in einen Satz: Wandler- und Preamp-Qualität sind dieselben, unterschiedlich ist nur die Zahl der Quellen, die du gleichzeitig aufnehmen kannst. Du musst also nur wissen, in welche Schublade du gehörst. Deshalb habe ich mir die Apollo-Serie von Universal Audio anders vorgenommen: nicht Modell für Modell, sondern Anwendung für Anwendung. Homestudio, Podcast, Live-Mitschnitt, Mehrspurstudio. Du liest den Abschnitt, der zu dir passt, und weißt danach, worauf es ankommt!

Was alle Modelle der Apollo-Serie von Universal Audio gemeinsam haben

Bevor wir nach Anwendung sortieren, lohnt ein Blick auf das Fundament. Drei Bausteine finden sich in jedem Audiointerface der Serie.

Unison zuerst. Diese Technologie erlaubt es dem physischen Preamp, Impedanz und Gain-Kurve so anzupassen, dass sie zum geladenen virtuellen Preamp-Modell passen. Wenn du einen UA 610 auf deinen Mikrofoneingang legst, verhält sich die Analogstufe anders. Das ist keine nachträglich aufgesetzte Simulation: Die Schaltung reagiert wirklich. Genau hier entsteht ein großer Teil der Apollo-Klangfarbe.

Dann das integrierte DSP. Jede Apollo bringt einen oder mehrere SHARC-Prozessoren mit, die die UAD-Plug-ins in Echtzeit rechnen, ohne deine CPU zu belasten. Konkret: Du singst während der Aufnahme schon durch einen LA-2A und einen Pultec, mit vernachlässigbarer Latenz, und dein Rechner bleibt völlig entspannt. Ein Solo Core genügt für eine saubere Gesangskette. Ein HEXA Core trägt mehrere komplette Kanalzüge gleichzeitig.

Und schließlich Console, die Software, die das alles steuert. Routing, Kopfhörer-Sends, Talkback, UAD-Inserts: Das ist dein virtuelles Mischpult. Vom kompaktesten Modell bis zum am besten ausgestatteten Rack ist es identisch. Ein Punkt, der zählt, wenn du später das Gerät wechselst: Deine Handgriffe bleiben dieselben.

Gut zu wissen

Thunderbolt oder USB ist keine Frage der Serienstufe, sondern deines Rechners. Die Thunderbolt-Modelle richten sich an Macs und PCs mit einem Thunderbolt-3- oder -4-Port. Die USB-Versionen der Apollo Solo und der Apollo Twin X sind für Windows vorgesehen. Prüfe deine Anschlüsse, bevor du dein Modell wählst: Das ist das einzige wirklich entscheidende Kriterium in der Serie.

Homestudio: der richtige Einstieg in die Apollo-Serie von Universal Audio

Das typische Homestudio nimmt eine Quelle auf einmal auf. Eine Stimme, eine Gitarre, einen Synth über Line. Manchmal zwei gleichzeitig, wenn ein Freund vorbeikommt. In diesem Rahmen kommen die großen Racks erst später ins Spiel: Du würdest acht Preamps bezahlen und einen davon nutzen.

Die Apollo Solo ist der logische Einstieg. Zwei Combo-Eingänge, ein Hi-Z-Instrumenteneingang an der Front, ein SHARC-Prozessor, der deine UAD-Kette schon während der Aufnahme rechnet. Das Bundle der Heritage Edition bringt die Collections 1176, LA-2A, Pultec und den 610-Preamp mit: genug, um 90 % eines Pop-Rock-Mixes abzudecken, ohne etwas dazuzukaufen. Für Macs gibt es die Thunderbolt-3-Version.

Zwei Combo-Eingänge XLR/Klinke, ein Hi-Z-Instrumenteneingang an der Front, ein Kopfhörerausgang und ein Paar Line-Ausgänge. Das Wesentliche, dafür mit der hauseigenen 24-Bit-/192-kHz-Wandlung und einem Unison-Preamp auf jedem Mikrofonkanal.

Das integrierte SHARC-DSP rechnet deine UAD-Plug-ins schon während der Aufnahme. Konkret: Du singst bereits in deinen Kompressor, statt ihn erst im Mix hinzuzufügen. Das Bundle der Heritage Edition deckt das Wichtigste ab: 1176, LA-2A, Pultec, UA 610, Pure Plate Reverb.

Anschluss über USB-C, Stromversorgung über den Bus. Du stellst sie auf den Schreibtisch, ohne einen Platz für ein Netzteil zu suchen.

Stärken

  • UAD-Bearbeitung in Echtzeit schon im ersten Budget
  • Zwei Unison-Preamps und ein dedizierter Instrumenteneingang
  • Sehr komplettes Heritage-Bundle für den Start
  • Kompaktes Desktop-Format, über den USB-Port versorgt

Zu beachten

  • USB-Version für Windows-Konfigurationen ausgelegt
  • Ein einzelner DSP-Kern: bei großen Ketten musst du priorisieren

Wenn du schon weißt, dass du darin deine Abende verbringen wirst, verändert die Apollo Twin X Duo Gen 2 den Alltag. Zwei DSP-Kerne statt einem, integriertes Talkback, eine Auto-Gain-Funktion, die den Eingangspegel in wenigen Sekunden einstellt, und ein optischer ADAT-Eingang, mit dem du später acht Kanäle ergänzt, ohne das Interface zu wechseln. Das ist das Modell, das ich am häufigsten empfehle: Es trägt drei bis vier Jahre Entwicklung, ohne dass es eng wird.

Die zwei Unison-Preamps und der Hi-Z-Eingang an der Front bleiben. Dazu kommen ein integriertes Talkback-Mikrofon, um mit der Kabine zu sprechen, eine Auto-Gain-Funktion, die die Eingangspegel in wenigen Sekunden einpegelt, und eine komplette Monitoring-Sektion (Mono, Mute, DIM, ALT).

Die Wandlung erreicht 127 dB Dynamik, und das DUO-DSP trägt eine vollständige Gesangskette: Preamp, Kompressor, EQ, Reverb, alles in Echtzeit, während du aufnimmst.

Der optische ADAT/S-PDIF-Eingang ist die eigentliche Tür nach oben: Damit schließt du einen achtkanaligen Preamp an, sobald du ein Schlagzeug aufnimmst. Verbindung über Thunderbolt 3.

Stärken

  • DUO-DSP: doppelt so viel Luft für Plug-ins bei der Aufnahme
  • Talkback und Auto-Gain, zwei echte Zeitgewinne
  • ADAT-Eingang, um später acht Kanäle zu ergänzen
  • Komplette Monitoring-Sektion für sauberes Arbeiten

Zu beachten

  • Thunderbolt 3 am Rechner erforderlich
  • Weiterhin zwei Mikrofonpreamps: das Schlagzeug läuft über ADAT
Tipp

Der optische ADAT-Eingang der Desktop-Modelle ist die beste Zukunftssicherung der Serie. Sobald du ein komplettes Schlagzeug aufnehmen willst, schließt du optisch einen achtkanaligen Preamp an und gehst von zwei auf zehn Eingänge, ohne dein Interface zu verkaufen.

Podcast und Sprachaufnahme: zwei Eingänge, richtig bearbeitet

Ein Podcast hat ganz andere Anforderungen als Musik. Zwei dynamische Mikrofone gegenüber, eine Session über zwei Stunden, und vor allem: ein Ergebnis, das direkt verwendbar ist, ohne drei Tage Postproduktion. Genau das leistet die Bearbeitung in Echtzeit.

Auf einer Apollo lädst du einen 1176 und einen Pultec-EQ auf jede Stimme, hörst sie im Kopfhörer und nimmst das Signal auf Wunsch schon komprimiert auf. Das Talkback der Twin X-Modelle hilft auch, mit einem Gast in der Regie zu sprechen. Und Auto-Gain pegelt zwei Stimmen mit unterschiedlicher Klangfarbe in einer Minute ein, was das ewige „Warte mal, du bist zu laut“ erspart.

Für ein Podcast-Studio unter Windows ist die Apollo Twin X USB Heritage Edition die direkte Antwort: gleiches Gehäuse, gleiches DUO-DSP, aber über USB-C.

Dieselbe 24-Bit-/192-kHz-Wandlung wie bei den Apollo x, mit bis zu 127 dB Dynamik, zwei Unison-Preamps an den Combo-Eingängen und einem Hi-Z-Instrumenteneingang.

Das integrierte Talkback-Mikrofon wird im Interview wertvoll, wenn der Gast im Nebenraum sitzt. Das DUO Core-DSP rechnet die UAD-Plug-ins in Echtzeit: Du legst deinen 1176 und deinen Pultec auf jede Stimme, bevor du auf Aufnahme drückst.

Der optische ADAT/S-PDIF-Eingang ergänzt bis zu acht Kanäle für eine Gesprächsrunde mit mehreren Mikrofonen. Bundle der Heritage Edition inklusive.

Stärken

  • USB-C: keine Thunderbolt-Voraussetzung am PC
  • Integriertes Talkback, im Interview sehr praktisch
  • Kompression und EQ schon bei der Aufnahme, weniger Arbeit im Schnitt
  • ADAT, um auf mehrere Gesprächspartner zu erweitern

Zu beachten

  • Für Windows ausgelegt, keine macOS-Kompatibilität
  • USB-C-Kabel nicht im Lieferumfang
Profi-Tipps

Nimm beim Podcast immer eine unbearbeitete Spur parallel zu deiner komprimierten Spur auf. Console kann beide routen. Wenn ein Gast in Fahrt kommt und deine Kette übersteuert, hast du die saubere Version. Das hat mir schon mehr als eine Episode gerettet.

Live-Aufnahme: eine Band in einem einzigen Take einfangen

Hier ändert sich die Rechnung komplett. Ein sauber abgenommenes Schlagzeug bedeutet schon vier bis acht Mikrofone. Dazu ein Bass direkt, zwei Gitarren und ein Scratch-Gesang: Du bist bei zwölf Quellen, die alle gleichzeitig ankommen müssen. Ein Desktop-Interface braucht dafür Verstärkung über ADAT.

Das ist das Terrain des 1U-Racks. Die Apollo x6 bietet zwei Unison-Mikrofoneingänge, sechs Line-Eingänge und zwei ADAT: der passende Kompromiss für eine Band, die vor allem Synths und bereits vorverstärkte Quellen aufnimmt. Für eine echte Bandaufnahme brauchst du dagegen Mikrofonkanäle, und zwar viele.

Die Apollo x8p bleibt in diesem Punkt die Referenz der Serie: acht Unison-Preamps auf der Rückseite, alle gleichzeitig verfügbar, plus zwei ADAT für weiteren Ausbau. Ein komplettes Schlagzeug, ein Bass, zwei Gitarren: Du nimmst in einem Durchgang auf, jede Quelle mit ihrem eigenen Preamp-Modell, und behältst das Talkback, um mit den Musikern zu sprechen.

Acht Unison-Mikrofonpreamps, alle gleichzeitig verfügbar, zwei Hi-Z-Eingänge, acht Line-Eingänge über Sub-D25, zwei Monitorausgänge, acht Line-Ausgänge und zwei Stereo-Kopfhörerausgänge, genug für zwei unterschiedliche Monitormischungen in der Kabine.

Das sechskernige HEXA Core-DSP trägt eine komplette UAD-Kette auf mehreren Kanälen gleichzeitig. Genau das brauchst du, wenn acht Mikrofone zusammen ankommen.

Dazu kommen das Talkback-Mikrofon, Dual Crystal Clocking, die von Sonarworks entwickelte Apollo Monitor Correction und Surround-Verwaltung bis 7.1. Thunderbolt 3, 1U-Format, bis zu vier Einheiten kaskadierbar.

Stärken

  • Acht Unison-Preamps gleichzeitig: ein Schlagzeug in einem Take
  • Sechskern-DSP, Echtzeit auf allen Kanälen
  • Zwei unabhängige Kopfhörerausgänge für die Monitormischungen der Musiker
  • Sonarworks-Raumkorrektur und Talkback integriert

Zu beachten

  • Line-Ein- und -Ausgänge über Sub-D25: Peitschenkabel einplanen
  • Ein 1U-Rackplatz und ein Netzanschluss müssen eingeplant werden

    Ein kleines Detail, das bei Aufnahmen zählt: die zwei unabhängigen Stereo-Kopfhörerausgänge. Der Drummer will Click und Bass, der Sänger will Reverb und keinen Click. Mit zwei Monitormischungen ist das ohne Zusatzgerät geregelt.

Mehrspur-Setup: wenn das Studio zum Netzwerk wird

Der letzte Fall, der seltenste, aber der mit den meisten Fragen: das Studio, das wächst. Mehrere Räume, Mikrofone dreißig Meter von der Regie entfernt, Lust auf immersives Mixing. Hier wird die analoge Verkabelung zum Hauptthema.

Die Apollo x16D antwortet darauf mit Dante. Sechzehn Ein- und Ausgangskanäle laufen über ein einfaches Netzwerkkabel, mit einem zweiten RJ45-Port für die Redundanz. Du legst Ethernet im Gebäude, setzt Boxen genau dorthin, wo du sie brauchst, und rollst keine Multicore-Kabel mehr aus. Das immersive Mixing mit sechzehn Kanälen öffnet die Tür zu Dolby Atmos und Auro-3D.

Ein 16×16-Interface im 1U-Rackformat, das Thunderbolt 3 (zwei Ports) mit einer Dante-16×16-Stufe mit doppeltem RJ45 verbindet: ein Hauptport, ein redundanter Port.

Konkret laufen sechzehn Eingänge und sechzehn Ausgänge über Netzwerkkabel. Du installierst Preamps in einem anderen Raum oder am anderen Ende des Gebäudes, ohne Multicore auszurollen.

Dazu gibt es AES/EBU über XLR, Word Clock über BNC und zwei frei belegbare Funktionstasten. Das HEXA Core-DSP übernimmt die UAD-Bearbeitung in Echtzeit mit MIDI-Recall, und das immersive Mixing mit sechzehn Kanälen deckt Dolby Atmos, Auro-3D und Sony 360 Reality Audio ab.

Stärken

  • Redundantes Dante 16×16: ein Netzwerkkabel ersetzt das Multicore
  • Bereit für immersives Mixing mit bis zu sechzehn Kanälen
  • AES/EBU und Word Clock zur Integration in eine bestehende Regie
  • Bis zu vier Einheiten kaskadierbar (Dante-System mit 64 Kanälen)

Zu beachten

  • Keine Mikrofonpreamps an Bord: die Eingänge kommen digital an
  • Dante setzt ein Minimum an Netzwerk-Sorgfalt voraus

Die logische Ergänzung heißt Apollo e1x: ein ausgelagerter Unison-Kanal, per PoE über das Netzwerk versorgt und aus Console gesteuert. Du stellst ihn auf ein Mikrofonstativ direkt an der Quelle, ziehst ein Netzwerkkabel und regelst Gain, Low-Cut und Phase von der Regie aus. Der Apollo e2m übernimmt die gleiche Rolle auf der Kopfhörerseite. Für ein Studio, das über mehrere Räume verteilt ist, ist das ein Methodenwechsel und nicht bloß Zubehör.

Der Woodbrass-Tipp

Die Rack-Modelle lassen sich per Thunderbolt bis zu vier Einheiten kaskadieren. Das heißt: Eine Apollo x6, die du heute kaufst, ist nie eine Sackgasse. In drei Jahren wird sie die zweite Karte eines größeren Systems. Denk in Etappen, nicht in einem endgültigen Kauf.

Die aktuellen Universal-Audio-Aktionen bei Woodbrass

Wenn du gezögert hast, ist jetzt ein guter Moment. Die laufende Universal-Audio-Aktion bei Woodbrass kombiniert mehrere Mechaniken: einen Sofortrabatt auf die Apollo x Gen 2-Interfaces im Desktop-Format, dasselbe für die Rack-Modelle und bis zu neun UAD-Plug-ins gratis beim Kauf einer teilnehmenden Apollo im Desktop-Format. Auch die UA-Mikrofone der Standard-Serie sind mit Sofortrabatten dabei.

Ein Wort zu den Gratis-Plug-ins, weil die Frage immer kommt: Du aktivierst sie, indem du dein Interface in deinem Universal-Audio-Konto registrierst. Bei der Lieferung passiert das nicht automatisch. Denk direkt nach dem Auspacken daran. Den restlichen Katalog findest du auf der Markenseite von Universal Audio.

FAQ – Die richtige Apollo von Universal Audio finden

Braucht man einen leistungsstarken Rechner für ein Apollo-Interface?

Weniger als für ein herkömmliches Interface, genau darum geht es. Die UAD-Plug-ins laufen auf dem integrierten DSP des Interfaces, nicht auf deiner CPU. Dein Rechner muss vor allem deine Software stemmen und die passenden Anschlüsse mitbringen: Thunderbolt 3 oder 4 für die Thunderbolt-Modelle, einen USB-3-Port für die USB-Versionen.

Was unterscheidet die USB- und die Thunderbolt-Versionen der Apollo-Serie?

Klangqualität und Unison-Preamps sind identisch. Der Unterschied liegt in der Kompatibilität: Die USB-Versionen der Apollo Solo und der Apollo Twin X sind für Windows vorgesehen, während die Thunderbolt-Modelle Macs und entsprechend ausgestattete PCs abdecken. Thunderbolt erlaubt außerdem das Kaskadieren mehrerer Interfaces.

Wie viele Mikrofonpreamps braucht man für eine Schlagzeugaufnahme?

Rechne mit mindestens vier Mikrofonen (Bassdrum, Snare, zwei Overheads), mit acht für eine vollständige Abnahme mit Toms und Hi-Hat. Genau hier spielt die Apollo x8p mit ihren acht Unison-Preamps ihre Stärke aus. Mit einem externen Preamp über ADAT kommt auch ein Desktop-Interface dorthin.

Sind die UAD-Plug-ins beim Interface dabei?

Ja, jede Apollo kommt mit einem Bundle. Die Heritage Edition-Versionen bringen die Klassiker 1176, LA-2A, Pultec und UA 610 mit. Die Essentials+-Versionen geben Zugriff auf eine breitere Auswahl. Um die Lizenzen zu aktivieren, musst du das Interface in deinem Universal-Audio-Konto registrieren.

Kann man sein Apollo-Interface erweitern, ohne es zu verkaufen?

Ja, auf zwei Wegen. Der ADAT-Eingang der Desktop-Modelle nimmt über einen externen Preamp acht zusätzliche Kanäle auf. Und die Rack-Modelle lassen sich per Thunderbolt bis zu vier Einheiten kaskadieren, also bis zu 128 Ein- und Ausgänge insgesamt.

Die richtige Apollo wählen heißt vor allem: seine Quellen zählen

Alles läuft auf eine ehrlich gestellte Frage hinaus: Wie viele Dinge nehme ich gleichzeitig auf? Eine oder zwei, dann bleibst du beim Desktop-Format und steckst dein Budget in ein gutes Mikrofon und ein Paar Monitore. Sechs bis acht, dann geht es ins Rack. Mehr als das, oder über mehrere Räume verteilt, dann ist Dante die eigentliche Antwort.

Der Rest – die Klangfarbe der Preamps, der Komfort von Console, die Latenz – bleibt von einem Ende der Serie zum anderen praktisch gleich. Das ist selten genug, um es zu betonen, und es heißt: Man kann klein anfangen, ohne sich damit festzulegen.

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