
- Sechs Empfehlungen für den Schulstart, in drei Stufen: bei der E-Gitarre die EKO ST 300, die Cort G110 und die Squier Classic Vibe ’70s HSS, beim Verstärker der Woodbrass GE820, der NUX Mighty 60 MK2 und der Fender Blues Junior.
- Der Sound entsteht im Duo: Die Gitarre liefert die Noten, der Verstärker liefert den Klangcharakter. Beides gehört ins selbe Budget und in dieselbe Bestellung.
- Unter den Fingern spielt die E-Gitarre drei Trümpfe aus: eine weiche Saitenstärke (oft .009-.042), ein schlanker Hals, ein massiver Body. Das erste Riff kommt früh.
- Der Weg von einer Stufe zur nächsten: Pickups (3 Single-Coils, dann S/S/H, dann HSS), Sattel und Bünde bei der Gitarre, Transistor, dann Modeling, dann Vollröhre beim Verstärker.
Ein Riff, das den ganzen Sommer in Dauerschleife lief, eine im September unterschriebene Anmeldung für den Gitarrenunterricht, ein Budget, das sich zwischen Instrument und Verstärker aufteilen muss. Das ist zum Schuljahresbeginn das häufigste Gespräch in der E-Gitarren-Abteilung, und es endet immer bei derselben Frage: Welche E-Gitarre soll man zum Einstieg wählen? Wir schließen diese Modelle das ganze Jahr über in der Werkstatt an und stellen sie ein, deshalb teilen wir hier die sechs Referenzen, die in unseren Beratungen am häufigsten vorkommen.
Die Logik steht in zwei Spalten: drei Gitarren auf der einen Seite, drei Verstärker auf der anderen, jeweils zum Einsteigen, zum Weiterkommen und für den nächsten Schritt. Zu jeder Referenz: was sie einem Schüler bringt und welches Detail vor der Bestellung zu prüfen ist.
E-Gitarre: der Einstieg ins Riff
Oft ist es das Instrument, das die Lust am Lernen auslöst. Ein massiver Body, ein schlanker Hals, eine weiche Saitenstärke: Die E-Gitarre reagiert schnell unter den Fingern, und das erste Riff kommt früh. Die drei Modelle unten teilen dasselbe Format in ST-Form, mit einer Klangpalette, die auf jeder Stufe breiter wird.
Die ST 300 übernimmt die Type-S-Silhouette, die ab den 50er-Jahren populär wurde und sich wegen ihrer Ergonomie zum Standard entwickelt hat. Der Body aus Pappel bleibt leicht, was zählt, wenn man im Unterricht stehend spielt, und das Hochglanz-Finish mit gealtertem weißem Pickguard bekennt sich klar zum Retro-Look.
Bei der Elektronik ist alles da, um das Ohr zu schulen: 3 Eko Single-Coils, ein 5-Wege-Schalter, ein Volume und zwei Tone-Regler. Die geraden Schaltstellungen liefern saubere, klar artikulierte Cleansounds, die Zwischenstellungen bringen diese samtige Hohlheit, die bei Arpeggios und Funk-Rhythmen so nützlich ist.
Der Ahornhals ist mit 4 Punkten verschraubt, hat ein Low-C-Profil, ein Griffbrett aus Lorbeer, 22 Bünde und einen Radius von 355,6 mm: eine direkte Haptik mit freiem Zugang zu den hohen Lagen. Das Vibrato mit einzeln verstellbaren Reitern erlaubt es, Saitenlage und Intonation Saite für Saite einzustellen, also die Bespielbarkeit über die Monate hinweg zu verfeinern.
Stärken
- 3 Single-Coils + 5-Wege-Schalter
- Low-C-Profil, 22 Bünde, Radius 355,6 mm
- Vibrato mit verstellbaren Einzelreitern
- Leichter Pappel-Body, Mensur 650 mm
Zu bedenken
- Kein Humbucker am Steg
- Standard-Diecast-Mechaniken
Die G-Serie von Cort greift die Optik mit doppeltem Cutaway auf und setzt sie mit aktuelleren Entscheidungen um. Die G110 steht als vielseitiger Einstieg in die Baureihe, mit ihrem roten Open-Pore-Finish und dem Tortoise-Pickguard.
Der Trumpf ist die Bestückung S/S/H Powersound: zwei Single-Coils für Klarheit und Artikulation, ein Humbucker am Steg für Volumen und Dichte in den Mitten. Der 5-Wege-Schalter deckt damit ein weites Feld ab, Pop, Rock, Funk, Blues und kräftigere Zerrsounds am Steg. Die Elektronik bleibt direkt: 1 Volume, 1 Tone.
Der Spielkomfort stellt sich sofort ein. Der Body aus Pappel hält das Gewicht im Gleichgewicht, der Ahornhals bringt Präzision, und das Jatoba-Griffbrett mit Radius 240 mm gibt dieses Gefühl der schnellen Rückmeldung, das beim Verketten von Akkorden und Soli hilft. 22 Bünde, 42-mm-Sattel, Ölbad-Mechaniken und ein Vintage-Vibrato mit 6 Schrauben vervollständigen das Bild.
Stärken
- Powersound S/S/H Pickups, 5 Positionen
- Jatoba-Griffbrett, angenehmer Radius 240 mm
- Ölbad-Mechaniken, gute Stimmstabilität
- Ausdrucksstarkes Vintage-Vibrato mit 6 Schrauben
Zu bedenken
- Nur ein Tone-Regler für alles
- Open-Pore-Finish nimmt leichter Spuren an
Die Classic Vibe '70s Stratocaster HSS orientiert sich an den Strats mit großer Kopfplatte aus den 70er-Jahren. Der Look ist sofort erkennbar: vernickelte Hardware, dreilagiges schwarzes Pickguard, gealterte weiße Kunststoffknöpfe, Walnut-Finish auf Pappelbody.
Das Herzstück ist die Elektronik Fender-Designed mit Alnico-Magneten in HSS-Bestückung. Die beiden Single-Coils am Hals und in der Mitte bringen Brillanz, Knack und Präzision. Der Humbucker am Steg legt Ausgangspegel und eine dichtere Attacke für Riffs und Leads drauf. Schlaues Detail: Der zweite Tone-Regler ist dem Steg-Pickup zugeordnet, so lässt sich die Zerre abrunden, ohne am Rest zu drehen.
Bei der Bespielbarkeit ist das bühnentaugliches Material: aufgeschraubter Ahornhals mit C-Profil, Griffbrett aus indischem Lorbeer, Narrow-Tall-Bünde, Radius 241 mm, Mensur 647,7 mm, Knochensattel und synchronisiertes Tremolo mit 6 Reitern im Vintage-Style. Werksbesaitung .009-.042.
Stärken
- Fender-Designed Alnico Pickups, HSS-Bestückung
- Knochensattel und Narrow-Tall-Bünde
- Eigener Tone-Regler für den Steg-Pickup
- Große 70s-Kopfplatte, Nickel-Hardware
Zu bedenken
- 21 Bünde
- Vintage-Vibrato: Stimmung nachkontrollieren
Der 5-Wege-Schalter ist kein Gimmick: Er ist die erste Gehörübung. Spiel denselben Akkord in allen fünf Stellungen, bei gleicher Lautstärke. Steg-Position für Attack und Riffs, Hals-Position für runde Sounds, Zwischenstellungen für diese leicht nasale Hohlheit der Funk-Rhythmen. Zehn Minuten reichen, um zu verstehen, wofür jeder Pickup gut ist.
Der Gitarrenverstärker: die Hälfte des E-Gitarren-Sounds
Eine E-Gitarre ohne Verstärker ist kaum zu hören. Der Combo formt die Hälfte der Klangfarbe, und er macht das tägliche Üben überhaupt möglich: ein Kopfhörerausgang, um zu proben, ohne das ganze Haus zu wecken, ein Aux-Eingang, um über Songs zu spielen. Drei Gitarrencombos, drei Arten zu arbeiten.
Der GE820 geht direkt zur Sache: ein echter Gitarrencombo mit 20 W Transistorleistung und einem 8-Zoll-Lautsprecher (20 cm) an 8 Ohm. Anschließen, Kanal wählen, Klangregelung einstellen, spielen.
Die beiden Kanäle Clean und Overdrive haben jeweils ihre eigene Lautstärke, Clean Volume auf der einen Seite, Gain und Drive Volume auf der anderen. Ein Detail, das dir aber erspart, bei jedem Soundwechsel alles neu einzustellen. Der 3-Band-EQ Bass / Middle / Treble passt den Verstärker an Gitarre und Raum an, und der integrierte Federhall gibt dieses organische Ambiente, das Arpeggios Luft verschafft.
Die Anschlüsse sind auf den täglichen Einsatz ausgelegt: Aux-Eingang als 3,5-mm-Miniklinke, um über Backing Tracks zu spielen (er wird von den Reglern des Verstärkers nicht beeinflusst), Kopfhörerausgang, der den Lautsprecher automatisch abschaltet, um lautlos zu üben, und Line Out für Aufnahmen oder den Anschluss an eine PA. Alles bei 6,6 kg und 38 × 33,5 × 18 cm.
Stärken
- 2 Kanäle Clean / Drive mit getrennten Lautstärken
- Integrierter Federhall
- Aux In und Kopfhörer mit Lautsprecher-Abschaltung
- Line Out zum Aufnehmen, 6,6 kg
Zu bedenken
- Kein Effektweg
- Kein Footswitch-Anschluss
Der Mighty 60 MK2 ist das Flaggschiff der Mighty MK2-Serie, und sein Argument steckt in drei Zahlen: 60 W / 5 W / 0,5 W. Die Leistung ist umschaltbar, dieselben Presets taugen also dienstagabends im Zimmer und samstags in der Probe. Der custom-tuned 12-Zoll-Lautsprecher sorgt für Präsenz.
Der Aufbau ist der eines integrierten Pedalboards: 7 editierbare Presets, jedes mit 3 Szenen (Funktion Pro Scene), um Gain, EQ, Amptyp oder Effekte zu wechseln, ohne das Preset zu verlassen. Die Kette umfasst 8 frei anordenbare Blöcke, Gate, EFX, AMP, EQ, MOD, DLY, RVB, gespeist aus 21 Amps, 13 Overdrives, 13 Modulationen, 5 Delays, 5 Reverbs und 3 Kompressoren. Die Funktion Patch Level gleicht die Lautstärken zwischen Clean, Crunch und Lead aus.
Für die tägliche Arbeit: Drumcomputer, Backing Tracks und Looper mit 30 s samt Tempoerkennung über die Mighty Amp App, Effektweg für externe Pedale und ein USB-B-Port, der als Audiointerface dient (Cab-Sim, Reamping, Loop Back). Das Bluetooth-Modul NBT-1 ist inklusive. 48 kHz / 32 Bit, Latenz 1,42 ms.
Stärken
- Leistung 60 / 5 / 0,5 W umschaltbar
- 7 Presets × 3 Szenen, 8 frei anordenbare Blöcke
- USB-Audiointerface mit Cab-Sim und Reamping
- Bluetooth NBT-1 inklusive, Mighty Amp App
Zu bedenken
- Footswitches NMP-2 nicht inklusive
Der Blues Junior ist einer der meistgespielten Fender-Combos der letzten drei Jahrzehnte. Die Version Lacquered Tweed verneigt sich vor den Modellen der 50er-Jahre: lackiertes Tweed, verchromtes Bedienpanel, Vintage-Ledergriff.
Unter der Haube arbeitet Vollröhre: drei 12AX7 in der Vorstufe und zwei EL84 in der Endstufe, für 15 W. Und genau da wird es pädagogisch interessant: Ein Röhrenverstärker reagiert auf den Anschlag. Lauter spielen verändert den Klangcharakter, nicht nur die Lautstärke. Der Schüler lernt, seine rechte Hand zu dosieren, weil der Verstärker es ihm sofort zurückgibt.
Der 12-Zoll-Lautsprecher Jensen C12N an 8 Ohm liefert präsente Mitten und perlende Höhen. Ein Kanal, eine 3-Band-Klangregelung, Volume, Master, ein authentischer Federhall und ein FAT-Schalter, der wie ein Mitten-Boost wirkt, um Soli anzudicken oder Single-Coils zu wecken. Kompatibel mit 1-Button-Footswitch (Ref. 0994054000, nicht inklusive). 14,06 kg bei 406 × 249 × 457 mm.
Stärken
- Vollröhre: 2× EL84, 3× 12AX7, 15 W
- Jensen C12N 12 Zoll
- Authentischer Federhall
- FAT-Schalter zum Andicken der Leads
Zu bedenken
- 14,06 kg
- Footswitch nicht inklusive
Bei einem ersten Verstärker stellst du am besten alles auf zwölf Uhr, Klangregelung neutral, Hall auf null, und spielst fünf Minuten. Danach verstellst du immer nur einen Regler. Nur so hörst du, was jeder Knopf wirklich macht. Und halte die Lautstärke im Rahmen: Bei einem Combo öffnet sich der Sound lange vor dem Pegel, der die Nachbarn ärgert.
Welche E-Gitarre zum Einstieg wählen, Kriterium für Kriterium

Drei Parameter entscheiden über den Spielkomfort einer E-Gitarre. Die sollte man im Kopf haben, bevor man über Farbe oder Finish entscheidet.
- Die Saitenstärke: E-Gitarren kommen meist mit .009-.042 ab Werk. Niedrige Spannung, also eine linke Hand, die kaum ermüdet, und Bendings, die schon in den ersten Wochen spielbar sind.
- Das Halsprofil: Ein C– oder Low-C-Profil, wie bei den drei vorgestellten Modellen, lässt den Daumen entspannt hinter dem Hals liegen. Das merkt man nach zwanzig Minuten Spielen.
- Die Pickup-Bestückung: Drei Single-Coils liefern knackige, klar artikulierte Cleansounds. Ein Humbucker am Steg hebt den Ausgangspegel und verdichtet verzerrte Riffs. Eine HSS-Bestückung (Humbucker am Steg, zwei Single-Coils davor) öffnet beide Felder.
Der angestrebte Stil macht den Rest. Pop, Funk, Blues, Indie und Classic Rock lassen sich mit drei Single-Coils sehr gut spielen. Für druckvollen Rock und satt verzerrte Rhythmusarbeit übernimmt der Humbucker am Steg. Genau das ist die Abfolge der drei oben vorgestellten Modelle, alle im Type-S-Format, einem Korpusformat, das zum Ausprobieren einlädt.
Bei einer E-Gitarre bleiben zwei Einstellungen oft unbemerkt und verändern viel: die Höhe der Pickups unter den Saiten, die den Ausgangspegel und die Balance zwischen den Positionen bestimmt, und die Intonation an den Reitern des Vibratos, die für Sauberkeit in den hohen Lagen sorgt.
Den Verstärker nach dem Raum wählen, in dem er stehen wird
Die Gitarre lässt sich überall hin mitnehmen. Der Verstärker wird nach der Raumgröße und dem Spielkontext gewählt, und genau da fällt die Entscheidung.
Wie viel Watt für welchen Kontext
- Zimmer, Wohnung, tägliches Üben: 15 bis 20 W und ein 8-Zoll-Lautsprecher decken den Bedarf, wie beim Woodbrass GE820. Der Kopfhörerausgang wird schnell zur meistgenutzten Buchse im Haus.
- Unterricht, Workshop, leichte Probe: rund 40 bis 60 W mit einem 12-Zöller, um neben einem Schlagzeug hörbar zu bleiben. Der NUX Mighty 60 MK2 deckt dank umschaltbarer Leistung 60 / 5 / 0,5 W beide Einsätze ab.
- Kleine Bühne, Club: Ein 15-W-Vollröhrenamp wie der Fender Blues Junior trägt weit, denn die Watt einer Röhrenendstufe lesen sich anders als die einer Transistorendstufe.
Auch das Gewicht gehört zur Rechnung, sobald der Verstärker den Weg zum Unterrichtsraum und zurück macht: 6,6 kg beim GE820, 14,06 kg beim Blues Junior, der eher an einem festen Platz zu Hause ist. Der Rest der Gitarrenverstärker verteilt sich auf diese drei Logiken.
Was noch im Warenkorb fehlt
Mit Gitarre und Verstärker allein spielt man am ersten Abend noch nicht. Hier die Ergänzungsliste, in den E-Gitarren-Sets gleich zusammengestellt für alle, die lieber alles auf einmal nehmen:
- Ein 6,35-mm-Klinkenkabel. Ohne kommt kein Ton heraus, und genau das fehlt am ersten Abend am häufigsten.
- Einen Gurt zum Stehendspielen und eine gepolsterte Tasche für den Weg zum Unterricht.
- Ein Clip-Stimmgerät, ein paar Euro mit sofortiger Wirkung auf die Stimmung.
- Plektren in mehreren Stärken: Beim Abwechseln findet man seinen Anschlag.
- Einen Kopfhörer für die Wohnung und einen Gitarrenständer, damit das Instrument in Reichweite bleibt.
- Später ein Multieffekt-Pedal, um Delay, Reverb und Overdrive zu erkunden, ohne den Verstärker zu wechseln.
Das Vibrato der drei Gitarren dieser Auswahl verlangt einen kleinen Reflex: Nach einer Session mit kräftigen Bendings die Stimmung nachkontrollieren. Ein Strich mit dem Graphitstift in den Sattelkerben senkt die Reibung deutlich, und die Stimmung hält viel besser. Zwei Minuten Pflege, ein Spielkomfort, der den Unterschied macht.
FAQ: Welche E-Gitarre zum Einstieg im neuen Schuljahr?
Drei Single-Coils oder HSS-Bestückung, wie entscheiden?
Drei Single-Coils, wie bei der EKO ST 300, decken Pop, Funk, Blues, Indie und Classic Rock ab, mit knackigen, klar artikulierten Cleansounds. Eine S/S/H– oder HSS-Bestückung, also ein Humbucker am Steg und zwei Single-Coils davor, bringt mehr Ausgangspegel und Dichte für verzerrte Riffs: So ist es bei der Cort G110 und der Squier Classic Vibe ’70s. Wenn der angestrebte Stil zu druckvollem Rock tendiert, ist der Humbucker am Steg der richtige Reflex.
Sollte man den Verstärker gleich zusammen mit der E-Gitarre kaufen?
Ja. Ohne Verstärker ist eine E-Gitarre kaum zu hören, und auf einem Instrument zu üben, das man nicht hört, entmutigt schnell. Ein Combo mit 20 W und einem 8-Zoll-Lautsprecher, wie der Woodbrass GE820, deckt Zuhause und eine leichte Probe bequem ab. Prüfe vor allem zwei Dinge: einen Kopfhörerausgang zum lautlosen Spielen und einen Aux-Eingang, um zu Songs zu üben.
Welcher Verstärker für die Wohnung, ohne zu stören?
Achte auf einen Kopfhörerausgang, der den Lautsprecher abschaltet: Die drei Transistor- und Modeling-Amps dieser Auswahl haben ihn. Der NUX Mighty 60 MK2 geht mit seiner umschaltbaren Leistung 60 / 5 / 0,5 W noch weiter: Dieselben Einstellungen dienen für Zimmerlautstärke und für die Probe. Sein USB-Port macht ihn zusätzlich zum Audiointerface, um direkt am Rechner aufzunehmen.
Welche Saitenstärke für eine erste E-Gitarre?
Behalte die Werksbesaitung, in der Regel .009-.042. Diese Saitenstärke macht Bendings und Barré-Akkorde schon in den ersten Wochen zugänglich. Ein späterer Wechsel auf .010, wenn die Hand gefestigt ist, verdient einen Besuch in der Werkstatt: Die Spannung ändert sich, Halseinstellung und Intonation ziehen nach.
Was braucht man zusätzlich zu Gitarre und Verstärker?
In erster Linie ein 6,35-mm-Klinkenkabel, das fehlt am ersten Abend am häufigsten. Dann einen Gurt, eine gepolsterte Tasche, ein Clip-Stimmgerät, Plektren in mehreren Stärken, einen Kopfhörer für die Wohnung und einen Gitarrenständer. Eine Kontrolle der Pickups und der Intonation in der Werkstatt vor der ersten Unterrichtsstunde rundet das Ganze gut ab.
Zwei Instrumente statt einem
Bei einer E-Gitarre entsteht der Sound im Duo: Die Gitarre liefert die Noten, der Verstärker den Klangcharakter. Beide vom ersten Abend an gemeinsam einzustellen spart Wochen. Und das richtige Instrument bleibt das, das der Schüler am Dienstagabend nach den Hausaufgaben anschließen will.
Drei Reflexe für die ersten Wochen: erst Gain, dann Volume aufdrehen, jede Pickup-Position am selben Akkord testen, ein Ersatzkabel in der Tasche behalten.
Danach erweitern ein Overdrive-Pedal oder eine Aufnahme über USB das Spielfeld. Die gesamte Auswahl gibt es bei den E-Gitarren und den Gitarrenverstärkern. Und wenn Nylon oder Stahl den Schüler reizt, geht es bei den Akustikgitarren weiter.

