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Orange Baby Terror: der 20W-Verstärkerkopf, der in einen Rucksack passt

Das Wichtigste in Kürze
  • Der Orange Baby Terror ist ein vollständig analoger 20-Watt-Gitarrenverstärkerkopf mit JFET-Schaltung in einem Micro-Lunchbox-Format von unter 2 kg.
  • Er bietet Gain, Volume, 3-Band-EQ (Bass, Middle, Treble), Presence, dazu einen Tubby-Schalter zur Verdichtung des unteren Mittenbereichs und einen zweiten, fußschaltbaren Volume-Regler zum Anheben der Soli.
  • Bei der Ausstattung gibt es eine Effektschleife, symmetrischen Line-Ausgang mit Ground Lift und einen Lautsprecherausgang für 8 oder 16 Ohm, der einen 4×12-Lautsprecher antreiben kann.
  • Gedacht für zu Hause, Proberaum und Bühne, zielt er auf Rock, Indie, Punk, nervöse Popmusik und Blues-Rock, mit oder ohne Pedalboard.
Acheter l‘Orange Baby Terror

Es gibt Verstärker, die den ganzen Platz einnehmen, und dann solche, die in einem winzig kleinen Format enorm viel leisten. Ich hatte den neuen Orange Baby Terror in der Hand, und ehrlich gesagt ist dieser Kopf winzig, klingt aber überhaupt nicht wie ein kleiner Amp. Ich erkläre dir, warum ich ihn so überzeugend finde.

Der Baby Terror ist sozusagen die Lunchbox-Version von Orange: ultrakompakt, ultraleicht, aber als echter, ernsthafter Verstärkerkopf konzipiert. Ich zeige dir den Sound, die Regler, die Anschlüsse und die praktischen Einsatzmöglichkeiten dieses kleinen Kopfes, der kein Spielzeug ist.

Orange Baby Terror: ein Micro-Lunchbox-Format, das als echter Verstärkerkopf gedacht ist

Das Erste, was mir am Baby Terror auffiel, ist seine Größe. Es handelt sich um ein Micro-Lunchbox-Format, buchstäblich winzig im Vergleich zu einem klassischen Gitarrenverstärkerkopf. Er wiegt kaum 2 kg, hat eine Transporttasche dabei, und ehrlich gesagt könnte ich ihn fast als Halskette tragen.

Und trotzdem klingt er wie ein großer Verstärkerkopf. Dieser Kopf ist für den Einsatz zu Hause, im Proberaum und bei echten Live-Setups geeignet. Es handelt sich um einen vollständig analogen 20-Watt-Kopf, und ehrlich gesagt geht da ordentlich was, sogar sehr viel für dieses Format.

Gut zu wissen

Der Begriff „Micro-Lunchbox“ bezeichnet ein noch kleineres Verstärkerkopf-Format als die klassische „Lunchbox“ (die ohnehin schon kompakt ist), populär gemacht von Marken wie Orange. Die Idee: die Leistung und den Klang eines traditionellen Verstärkerkopfs in einem Gehäuse anzubieten, das fast in eine Hand passt.

Der Sound des Orange Baby Terror: dynamischer JFET und charakteristischer Klang

Technisch basiert die Architektur auf JFET (Junction Field Effect Transistoren), bekannt für ihre Reaktionsfähigkeit und ihren lampennahen Klang. Das ist wichtig, denn hier geht es nicht darum, einen digitalen Mini-Amp zu bauen. Nein, das Ziel ist es, das Feeling, die Dynamik und die Ansprache eines echten Verstärkers zu reproduzieren.

Was an diesem Baby Terror cool ist: Du findest sofort die klangliche DNA von Orange wieder: Grain, ich würde sogar sagen viel Grain, Mitten und Charakter. Aber mit ziemlich viel Kontrolle, denn du hast Gain, Volume und eine 3-Band-Equalizer mit Bass, Middle, Treble, plus eine Presence, um die Öffnung des oberen Spektrums anzupassen.

Von fettem Clean bis zu aggressiver Verzerrung

Mit diesen Reglern kannst du von fettem Clean bis zu nervösem Crunch und sogar sehr aggressiven Verzerrungen gehen. Es ist schließlich ein Orange. Bei klarer Einstellung bleibt die Basis stabil, mit guter Notentrennung für Arpeggios und Rhythmen. Wenn du den Gain aufdrehst, gleitet der Amp in einen ausdrucksstarken, punchigen Crunch, ideal für Riffs und energische Rhythmen.

Der Tubby-Schalter: mehr Körper ohne Verlust der Klarheit

Es gibt sogar ein kleines, cooles Detail: den Tubby-Schalter. Ehrlich, der Name passt gut, ohne Wortspiel. Wenn du ihn einschaltest, besonders bei niedrigem Gain, fügst du dem Sound Körper und Tiefe hinzu, was ein breiteres und reichhaltigeres Klanggefühl erzeugt. Ich finde, das ist ideal, um Cleansounds etwas dicker zu machen oder besonders bei Single-Coil-Tonabnehmern, um den Sound etwas zu verdicken. Und ehrlich, das funktioniert ziemlich gut.

Tipp

Wenn deine Gitarre mit Single-Coil-Tonabnehmern ausgestattet ist, die von Natur aus eher dünn und brillant sind, aktiviere den Tubby bevorzugt bei deinen Clean-Sounds. Du gewinnst an Fülle, ohne die Definition zu verlieren, was perfekt ist, um das von Natur aus leichtere Grain dieses Tonabnehmers auszugleichen.

Zweiter, fußschaltbarer Volume-Regler: der sofort einsatzbereite Boost

Ein weiterer sehr cleverer Punkt: der zweite, schaltbare Lautstärkeregler. Und das kann wirklich nützlich sein, denn so kannst du einen Boost für Soli oder Leads vorbereiten, zum Beispiel. Und das, ohne Gain oder EQ zu verändern oder zusätzliche Pedale auf einem ohnehin schon vollen Pedalboard zu brauchen. Du behältst den gleichen Sound, spielst einfach lauter und setzt dich durch. Kurz gesagt, das macht vieles einfacher. Kleiner Kopf, großes Setup.

Pro Tips

Diese Funktion dient auch als „pedal platform“: Da du kein spezielles Boost-Pedal brauchst, um dich im Mix durchzusetzen, hast du auf deinem Pedalboard Platz für andere Effekte (Modulation, Delay…). Praktisch, wenn auf der Bühne wenig Platz am Boden ist.

Trotz der Größe eine umfassende Ausstattung

Trotz der Größe ist die Anschlussausstattung ultra-seriös: Effektschleife, Line-Ausgang, Ground Lift, und der Lautsprecherausgang kann 8 Ohm oder 16 Ohm sein. Das bedeutet auch, dass dieser kleine Kopf einen großen 4×12-Lautsprecher versorgen kann. Das ist schon ziemlich überraschend für so ein kleines Baby.

Gut zu wissen

Der Line-Ausgang ermöglicht es, den Verstärker direkt ohne Mikrofon oder Lautsprecher aufzunehmen, indem du ihn an eine Soundkarte oder ein Mischpult sendest. Praktisch, wenn du deinen Lautsprecher im Proberaum lässt und nur mit dem Kopf unter dem Arm auf die Bühne (oder ins Studio) kommst.

Für wen ist der Baby Terror gedacht?

Was ich an diesem Baby Terror wirklich mag, ist, dass er überall Sinn macht: zu Hause, im Studio, beim Proben, auf der Bühne. Mit seinen 20 Watt richtet er sich an Gitarristen, die einen einfach zu bedienenden Verstärker wollen: anschließen, einstellen, spielen. Bei niedriger Lautstärke bekommst du einen soliden Cleansound oder einen leicht kontrollierbaren edge of breakup (der Punkt, an dem der Sound gerade anfängt zu verzerren). Beim Proben hat er genug Reserven, um präsent zu bleiben, vor allem in Kombination mit einem Lautsprecher, der ordentlich Luft bewegt.

Ich finde ihn besonders stark in den Bereichen, in denen man einen artikulierten und reaktiven Sound mag: Rock, Indie, Punk, nervöse Popmusik, Blues-Rock, Garage und alle Situationen, in denen der Anschlag mit dem Plektrum und die Lautstärke der Gitarre Teil des Spiels sind. Er ist auch eine hervorragende Pedalplattform, wenn deine Sound-Identität über ein Pedalboard aufgebaut wird: Er bleibt von Raum zu Raum stabil und konsistent und behält trotzdem seine Reaktionsfreudigkeit.

Der Woodbrass-Tipp

Denk an deinen tatsächlichen Gebrauch, bevor du dich entscheidest: Der Baby Terror glänzt vor allem, wenn du zwischen mehreren Orten wechselst (zu Hause, Proberaum, Bühne). Wenn du immer am selben Ort mit dem gleichen Lautsprecher bleibst, kann ein klassischer Combo genauso eine sinnvolle Option sein.

Mein Urteil zum Orange Baby Terror

Du kannst zum Beispiel deinen Lautsprecher im Proberaum lassen und einfach mit deinem kleinen Kopf kommen oder auf der Bühne auftauchen und dich direkt an einen großen Lautsprecher anschließen. Du kannst sogar direkt über den Line-Ausgang aufnehmen, wenn du möchtest. Kurz gesagt, das große Argument dieses Kopfes ist wirklich sein Format. Er wiegt kaum 2 kg, hat eine Transporttasche inklusive, und ehrlich gesagt könntest du ihn fast als Halskette tragen. Trotzdem klingt er wie ein großer Verstärkerkopf.

Diesen Baby Terror findest du natürlich auf der Woodbrass-Website. Zögere nicht, wie immer, einen kleinen Kommentar zu hinterlassen, falls du Fragen hast, ich werde versuchen, sie zu beantworten. Und damit sage ich bis bald, und vor allem, pass gut auf das Baby auf.

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