BIM Gounod C. - Posaunensolo
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Zusammenfassung dieser Partitur
Am Samstag, den 28. Juli 1855, versammelte sich die Posaunenklasse am Conservatoire de Paris zu ihrem jährlichen Wettbewerb. Der Kontext war besonders: der Krimkrieg hatte die Zahl der Kandidaten reduziert, doch die Prüfung blieb "ehrenvoll". In jenem Jahr war das vorgeschriebene Stück das Solo für Posaune von Charles Gounod (1818-1893), ergänzt durch eine Prüfung im Blattlesen: ein Allegro für Posaune mit Cello-Begleitung eines anonymen Autors (bereits 1852 verwendet).
Das Solo von Gounod, lange Zeit unveröffentlicht, wurde von den Biographen des Komponisten als verloren erklärt, bis es kürzlich wiederentdeckt wurde. Zwei Manuskriptquellen ermöglichten die Rekonstruktion dieser Ausgabe: eine alleinige Posaunenstimme, die Ende der 1990er Jahre gefunden wurde, und eine Kopie, die vom Posaunisten Frantz Couvez aufbewahrt und über die Lehre von Gilbert Moisand weitergegeben wurde. Mehrere stilistische Hinweise bestätigen die Authentizität des Stücks: eine Schreibweise nahe bei den Sechs Melodien für Horn und Klavier (1839), charakteristische harmonische Wendungen und eine Begleitgestaltung, die Gounods ambivalente Beziehung zum Klavier widerspiegelt.
Die Ausgabe bietet somit eine an einigen Stellen geklärte Klavierbegleitung (ergänzte oder umverteilte Harmonien, natürlichere Figurationen, neu arrangierte Handüberlagerungen), wobei der musikalische Geist des Werks respektiert wird. Das Solo ist in zwei Sätze gegliedert: zuerst in g-Moll, mit einer andante Einleitung gefolgt von einem adagio cantabile im 6/8-Takt mit einer vokalen, flexiblen und sinnlichen Linie, inspiriert von den damals in Paris beliebten italienischen Farben. Der zweite Teil, in B-Dur, nimmt einen molto pomposo e ben marcato Charakter an und endet mit anspruchsvollen Triolen, perfekt zum Entwickeln von Artikulation, Ausdauer und Phrasenkontrolle.
Dank der Ergänzung durch das Stück zum Blattlesen übersteigt diese Veröffentlichung die reine Konzertpartitur: sie reiht sich in die Tradition der Wettbewerbe ein und wird zu einem ausgezeichneten Arbeitsmaterial für Posaunisten, die ein dokumentiertes, musikalisches und lehrreiches französisches romantisches Repertoire angehen möchten.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | Werk | Partituren |
| Komponist | Charles Gounod | Instrumentation | Posaune und Klavier (mit einem Stück zum Blattlesen für Posaune und Cello) |
| Arrangeur | Laurent Madeuf | Genre | klassische Partitur |
Häufig gestellte Fragen
Welche Besetzung ist für das Posaunensolo von Gounod vorgesehen?
Die Ausgabe enthält eine Posaunenstimme und eine Klavierbegleitung. Ein separates Stück zum Blattspiel ist für Posaune und Violoncello enthalten.
Besteht die Partitur aus mehreren Sätzen?
Das Werk ist in zwei Sätze gegliedert. Der erste steht in g-Moll, mit einer andante Einleitung gefolgt von einem adagio cantabile im 6/8-Takt. Der zweite, in B-Dur, trägt die Bezeichnung molto pomposo e ben marcato.
Welche technischen Aspekte werden am Ende des Stücks geübt?
Der Schluss enthält anspruchsvolle Trioletten, die zum Training der Artikulation, Ausdauer und Phrasenkontrolle dienen.
Wer hat die Bearbeitung dieser Ausgabe angefertigt?
Laurent Madeuf wird als Arrangeur genannt. Die Klavierbegleitung wurde an einigen Stellen durch ergänzte Harmonien, Umverteilungen und neu gestaltete Figuren klarer gestaltet.
Enthält diese Partitur eine Übung zum Blattlesen?
Der Ausgabe ist eine Prüfung zum Blattspielen beigefügt: Es handelt sich um ein Allegro für Posaune mit Violoncellobegleitung. Dieses anonyme Stück wurde bereits 1852 beim Wettbewerb am Pariser Konservatorium verwendet.
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