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Faure G. - Dolly Op. 56 für Klavier zu vier Händen

Faure G. - Dolly Op. 56 für Klavier zu vier Händen

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Zusammenfassung dieser Partitur

Dolly Op.56, für Klavierduett vereint eine der meistgespielten Suiten von Gabriel Fauré, im Herzen des Kammermusikrepertoires für Klavier. Diese von Roy Howat vorbereitete Ausgabe bietet eine besonders sorgfältige Lesart des Werks, basierend auf einer detaillierten Untersuchung der Unterschiede zwischen den Quellen. Für die Interpreten bedeutet dies einen geklärten musikalischen Text und einen kohärenten stilistischen Ansatz, der darauf abzielt, die Feinheit, Geschmeidigkeit und Transparenz zu bewahren, die für Faurés Schreibweise charakteristisch sind.

Zu den bemerkenswerten Beiträgen korrigiert der Herausgeber Titel, die lange Zeit durch irreführende Assoziationen verzerrt waren. So erhält der Satz, der oft unter "Mi-a-ou" bekannt ist, seine ursprüngliche Logik zurück, die mit einer kindlichen Aussprache des Vornamens Raoul ("Messieu Aoul") verbunden ist. Ebenso wird aus "Kitty-Valse" "Ketty-Valse", nicht in Bezug auf eine Katze, sondern mit einem ironischen Anklang, inspiriert durch den Familienhund. Diese Präzisierungen sind keineswegs nebensächlich, sondern erhellen den Geist der Suite und ihren intimen Kontext.

Die Partitur wird von einem substantiellen kritischen Kommentar begleitet: Howat weist insbesondere darauf hin, dass Fauré die Ouvertüre, die berühmte "Berceuse", in einem fließenderen Tempo als dem im Laufe der Jahrzehnte üblichen vorstellte. Er empfiehlt außerdem, eine zu starke Expressivität zu vermeiden, indem das Rubato begrenzt und ein leichtes Pedal bevorzugt wird, um die Lesbarkeit der Linien und die harmonische Eleganz zu bewahren. Ein wertvoller Ansatz, um den französischen Stil, die Artikulation und das phrasing zu zweit zu üben.

Die Suite ist Hélène Bardac (1892-1985), genannt "Dolly", Tochter von Emma Bardac, einer engen Freundin Faurés, gewidmet. Einige Stücke wurden zu Geburtstagen und familiären Anlässen geschenkt, bevor die letzten Sätze den Zyklus im Herbst 1896 vervollständigten. Das Ergebnis: eine Partitur für Klavier zu vier Händen, die zugleich zugänglich, raffiniert und äußerst lehrreich ist, sowohl zum Vergnügen des Zusammenspiels als auch zur Entwicklung einer echten Klang- und Stil-Kultur.

Technische Daten

MusikgenreKlassikWerkPartituren
KomponistGabriel FauréInstrumentationKlavier zu vier Händen (piano duet)
EditionRoy HowatGenreKlassische Partitur

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