Henle Verlag PROKOFIEV S. - VISIONS FUGITIVES OP. 22 - PIANO
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Zusammenfassung dieser Partitur
Zwischen 1915 und 1917 komponiert, kurz vor der Russischen Revolution, die Prokofiev 1918 zur Ausreise aus seinem Land veranlasste, bilden die 20 Stücke der Visions fugitives einen ebenso kurzen wie eindrucksvollen Zyklus, in dem jede Seite wie eine Momentaufnahme funktioniert: eine Idee, eine Farbe, ein Charakter, und schon eine andere Vision. Weit entfernt von einem Werk, das in einem Zug geschrieben wurde, entstanden diese Stücke in Episoden, was ihre Vielfalt an Stimmungen und ihre Tonfreiheit verstärkt.
Das Tagebuch des Komponisten weist darauf hin, dass ein Teil dieses Materials mit außermusikalischen Inspirationen verbunden ist. Einige Miniaturen scheinen so auf Personen aus seinem Umfeld zu reagieren, während andere die Spannung einer von politischer Unsicherheit und einer unterschwelligen Bedrohung durch Barbarei geprägten Zeit widerspiegeln. Prokofiev selbst präzisiert beispielsweise, dass die Nummer 19 "inspiriert von den Ereignissen im Februar 1917 in Petrograd" ist, der ersten Phase der Revolution. Diese narrative Dimension, diskret aber real, lädt den Interpreten ein, an Charakterisierung, innerem Hören und dem Aufbau eines expressiven Diskurses im kleinen Rahmen zu arbeiten.
Relativ wenig technisch anspruchsvoll, fügen sich diese Stücke natürlich in einen pädagogischen Weg ein: Sie ermöglichen es, Artikulation, dynamische Palette, Anschläge, Pedal, Phrasierung und das Gespür für Relief zu erarbeiten, während man zugleich direkt in die moderne Welt Prokofievs eintaucht. Nun erstmals in einer Urtext-Ausgabe veröffentlicht, die auf allen zu Lebzeiten des Komponisten etablierten musikalischen Quellen basiert, werden sie von einem Vorwort des Prokofiev-Spezialisten Simon Morrison begleitet, das den biografischen und künstlerischen Kontext der Entstehung dieses Klavierzyklus beleuchtet.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik |
| Werk | Partituren |
| Komponist | Serge Prokofiev |
| Edition | Urtext |
| Instrumentation | Klavier |
| Genre | Klassische Partitur |
| Schwierigkeitsgrad | Relativ wenig technisch anspruchsvoll |
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Stücke enthält Visions fugitives op. 22?
Die Sammlung umfasst 20 kurze Klavierstücke, komponiert zwischen 1915 und 1917.
Wie ist der Schwierigkeitsgrad der Visions fugitives von Prokofjew?
Das technische Anforderungsniveau wird als relativ zugänglich angegeben. Der Zyklus ermöglicht es dennoch, Artikulation, Anschläge und die dynamische Palette in der Schreibweise von Prokofjew zu üben.
Ist diese Partitur als Urtext-Ausgabe herausgegeben?
Diese Ausgabe ist ein Urtext, der auf allen zu Lebzeiten von Serge Prokofjew veröffentlichten musikalischen Quellen basiert. Ein Vorwort von Simon Morrison bietet Einblicke in den biografischen und künstlerischen Kontext des Zyklus.
Für welches Instrument ist diese Ausgabe bestimmt?
Die Partitur ist für Klavier solo vorgesehen.
Bezieht sich die Sammlung auf den Kontext der russischen Revolution?
Nr. 19 wird von Prokofjew mit den Ereignissen des Februar 1917 in Petrograd in Verbindung gebracht. Mehrere Miniaturen sind ebenfalls mit außermusikalischen Inspirationen verbunden, die dazu einladen, jedes Stück genau zu charakterisieren.
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