Lemoine Murail - Allégories - 6 Instruments et Dispositif De Synthèse
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Zusammenfassung dieser Partitur
Allégoriesvon Tristan Murail stellt die akustische Welt des Instrumentalensembles synthetischen Klängen gegenüber, nicht über eine feste Tonbandspur, sondern mittels Echtzeit-Synthese. Die elektronischen Ereignisse, teils sehr elaboriert, werden von einem Musiker über ein mit dem Computer verbundenes Synthesizer-Keyboard ausgelöst: Die Elektronik wird so "atmend" und kann sich der Leitung und den natürlichen Schwankungen des gemeinsamen Spiels anpassen. Dieser Ansatz macht die Aufführung organischer, bewahrt dabei aber die klangliche Präzision, die typisch für die spektrale Ästhetik und zeitgenössische Kompositionen ist.
Die synthetische Partie ist meist als Erweiterung des Kammerorchesters gedacht: Sie mischt sich mit den Instrumenten, ergänzt sie, verlängert sie oder verwandelt deren Klangfarbe. Nur selten tritt sie stärker hervor, etwa als Kontrapunkt oder klangliche Basis, die die Hörperspektive neu definiert. Die Klangherstellung beruht weitgehend auf additiver Synthese, die es erlaubt, komplexe Texturen aus einfachen Komponenten zu bauen und feine Verschmelzungen zwischen Elektronik und Akustik zu erzielen.
Formal erkundet die Partitur große Beweglichkeit: Der Begriff des "Prozesses" (progressiver Übergang von einem Klangzustand zum anderen) wird so erweitert, dass er jedes musikalische Ereignis umfasst. Transformationen können bis zur Geste komprimiert oder als Bahnen entfaltet werden, die andere Bahnen steuern, wodurch ein reichhaltiger Diskurs entsteht, ohne klassische Entwicklungsformen zu verwenden. Die Zeit ist nicht linear: Sie faltet sich zusammen und kehrt zurück, wie eine Spirale, wobei die Musik bereits in den anfänglichen "Rufen" enthalten scheint und durch diese Metamorphosespiele ständig neu konfiguriert wird. Es existiert auch eine diskographische Referenz des Werks (Ensemble und Klavier-Leitung), die für das Hören und die Interpretationsarbeit nützlich ist.
Technische Daten
| Musikgenre | Klassik | Werk | Partituren |
| Komponist | Tristan Murail | Genre | Zeitgenössisch |
| Instrumentation | 6 Instrumente und Synthese-System | Veröffentlichungsjahr | 1990 |
Häufig gestellte Fragen
Für welche Besetzung ist Allégories von Tristan Murail vorgesehen?
Die Partitur ist für 6 Instrumente und ein Synthese-System geschrieben.
Ist ein festes Tonband für die Aufführung dieses Werkes erforderlich?
Die Elektronik ist nicht als festes Tonband konzipiert: Die Syntheseereignisse werden in Echtzeit ausgelöst. Ein Musiker verwendet dazu eine Synthesizer-Tastatur, die an einen Computer angeschlossen ist. Diese Konfiguration ermöglicht es, die elektronischen Einsätze an die Schwankungen des Ensembles anzupassen.
Welche Synthesetechnik wird in Allégories verwendet?
Die Klangherstellung basiert weitgehend auf additiver Synthese, die auf dem Zusammenfügen einfacher Komponenten zur Erzeugung komplexer Texturen beruht.
Aus welcher Zeit stammt diese zeitgenössische Partitur?
Diese Partitur von Tristan Murail wurde 1990 veröffentlicht und gehört zum zeitgenössischen Genre.
Gibt es eine Referenzaufnahme zur Vorbereitung der Interpretation?
Es existiert eine diskographische Referenz des Werkes mit Ensemble und Klavier-Leitung. Diese kann als Grundlage für das Hören und die Interpretationsarbeit dienen.
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