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Visitor

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Visitor: Parallele Modulation in der Old Blood Noise Endeavors Version

Mit dem Visitor Parallel Multi-Modulator entfernt sich Old Blood Noise Endeavors von der "klassischen" Modulation (ein Effekt nach dem anderen, in Serie geschaltet) und erkundet eine sehr musikalische Idee: zwei Modulationen, die parallel koexistieren, jede mit ihrer eigenen Identität, und sich dann im Mix treffen. Das Ergebnis: Statt eines einfachen Tremolos, Chorus oder Phasers erhält man eine lebendige, breitere Modulation, manchmal subtil, manchmal geradezu verwirrend - typisch für den OBNE-Ansatz: neue Spielreflexe inspirieren und Klangpaletten öffnen, die man bei traditionellen Modulationspedalen nicht findet.

Das Konzept wird noch interessanter, wenn die Visitor bewusst ungewöhnliche Interaktionen inszeniert, wie die zeitliche Verschiebung der sekundären Modulation oder die Verbindung zwischen sekundärer Geschwindigkeit und primärer Tiefe. Diese "kleinen kontrollierten Anomalien" verwandeln einen einfachen Effekt in ein echtes Kreativwerkzeug.

Für wen und in welchen Stilen macht die Visitor den Unterschied?

Die Visitor richtet sich an Gitarristen (oder Musiker mit Pedalboard), die Modulationen lieben, aber über den "komfortablen" Chorus oder Phaser hinausgehen wollen. Sie bleibt zugänglich, solange man gerne an Reglern dreht und hört, was passiert: In zurückhaltenden Einstellungen kann sie einen Clean-Sound verdicken, einem Arpeggio mehr Raum geben und einer Rhythmusfigur eine dezente Bewegung verleihen. Werden die Interaktionen verstärkt, wird sie zur Maschine für Texturen und Übergänge, ideal für Intros, Bridges, Atmosphären und melodische Parts, die hervorstechen sollen, ohne die Lautstärke zu erhöhen.

Stilistisch fühlt sie sich wohl in Indie, Post-Rock, Ambient, Shoegaze, moderner Pop und jedem Kontext, in dem organische Bewegung gesucht wird. Im Studio ermöglicht sie das Einspielen komplexer Modulationsschichten in einem Take. Live füllt sie den Raum und verleiht eine starke klangliche Signatur, ohne eine endlose Effektkette zu benötigen.

Bedienelemente und Einstelllogik: ein Pedal zum Erkunden

Die Visitor basiert auf zwei Ebenen: einer primären Modulation (umschaltbar zwischen Tremolo, Chorus und Phaser) und einer sekundären Modulation (umschaltbar zwischen Tremolo und Chorus). Die primäre Modulation verfügt über eigene Regler für Geschwindigkeit und Tiefe, um die Hauptbewegung einzustellen: regelmäßiges Tremolo-Pulsieren, Phasen-Sweeps oder Chorus-Verbreiterung.

Das Herzstück ist der Secondary -Knopf. Statt viele Regler zu bieten, hat OBNE eine Steuerung gewählt, die gleichzeitig mehrere Parameter der sekundären Modulation beeinflusst: deren Tiefe, Geschwindigkeit und eine Delay-Verschiebung dieser Ebene. So entsteht aus einem einfachen "zweiten dezenten Effekt" eine parallele Präsenz, die sich abhebt, verschiebt und musikalische Interferenzen mit der primären Modulation erzeugt.

Um alles auf einem Pedalboard beherrschbar zu halten, ergänzt die Visitor einen Haupt-Mix-Regler (zur Dosierung des Effekts) und eine Regenerationssteuerung (Haupt-Feedback), die das Bewegungsgefühl und die Fülle der internen Wiederholungen verstärkt. Schließlich ermöglicht die Expression-Control am Secondary-Knopf eine Echtzeit-Entwicklung der Atmosphäre: perfekt, um von einem subtilen Vers zu einem breiten Refrain zu wechseln oder einen progressiven Aufbau zu gestalten, ohne die Hand vom Griffbrett zu nehmen.

Der Bypass wird über einen Relais-Bypass geschaltet, geschätzt für ein klares Schaltgefühl und zuverlässige Integration im Alltag.

Der Klang

Die Visitor zeichnet sich durch einen sehr dreidimensionalen Charakter aus: Selbst bei geringer Dosierung nimmt man eine Modulation wahr, die "atmet" statt nur zu schwingen. Das Tremolo reicht von sanftem Schwingen bis zu präsenteren Pulsen, der Chorus bringt moderne Breite, und der Phaser liefert reiche Sweeps, die besonders expressiv werden, wenn sie mit einer zweiten Modulation zusammenwirken.

Die Stärke liegt in der Art, wie sich die beiden Ebenen kombinieren: Es entstehen komplexe, aber musikalische Bewegungen mit Konturen, die gut auf das Spiel reagieren (Anschlag, gehaltene Akkorde, Arpeggios). In extremen Einstellungen kann die Visitor fast "mechanische" oder verschobene Empfindungen erzeugen, ideal für Signature-Parts, instabile Atmosphären oder Schichten, die das Gewohnte vermeiden.

Technische Daten

EffekteTremolo, Multi-effects, Chorus / Flanger / Phaser, ChorusVerwendungsta_des_gui_ele
FormatPedalFarbeLila
ArtSektor
Umschaltbare primäre ModulationTremolo, Chorus, PhaserErforderliches Netzteil9V, 2,1 mm Stecker, negativ an der Mitte
Umschaltbare sekundäre ModulationTremolo, ChorusStromaufnahme100 mA
Secondary-Knopfgleichzeitige Steuerung von Tiefe, Geschwindigkeit und Delay-Verschiebung der sekundären Modulation

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