Zum Inhalt springen Zur Navigation springen Zur Fußzeile springen

Neu

Willkommen auf der neuen Woodbrass-Website

Top 5 der besten aktuellen Gitarristen

Die Ära der Gitarrenhelden ist nicht vorbei. Sie hat sich nur gewandelt. Heute jonglieren die Virtuosen der sechs Saiten zwischen feurigen Riffs auf YouTube, millimetergenauen Soli auf Instagram und ausverkauften Welttourneen. Ihre Namen sind in aller Munde bei den vernetzten Musikern: Tim Henson, Tosin Abasi, Matteo Mancuso, Sophie Lloyd und Mateus Asato. Fünf Künstler, die die technischen und ästhetischen Grenzen der modernen Gitarre jeweils mit ihrer eigenen klanglichen Identität verschieben.

Tauchen wir gemeinsam ein in dieses Top 5 der besten Gitarristen von heute.

1. Tim Henson (Polyphia): Der Architekt der Zukunft

Es ist schwer, über moderne Gitarre zu sprechen, ohne Tim Henson zu erwähnen, das Gehirn und der Gitarrist der Band Polyphia. Mit seinem hybriden Look zwischen Manga und High Fashion und seinem ultra-konzeptuellen Spiel definiert Tim die Gitarre als ein Instrument des Sounddesigns neu.

Sein Ansatz? Eine Mischung aus chirurgischer Technik, digitaler Produktion und einer Hip-Hop-Ästhetik. Stücke wie Playing God oder G.O.A.T. zeigen eine Meisterschaft im Tapping, Legato und Sweep Picking bis zum Äußersten, aber auch ein Groove-Gefühl, das nur wenige Shredder besitzen. Henson ist nicht nur ein Gitarrist: Er ist ein Klangarchitekt.

Was Tim außerdem auszeichnet, ist seine Fähigkeit, die Gitarre im Kontext der zeitgenössischen Produktion zu denken. Er beschränkt sich nicht auf die Virtuosität: Jeder Klang, jeder Effekt, jeder Abschnitt wird so gestaltet, dass er in eine globale, fast filmische Vision passt. Er lässt sich von Hip-Hop-Produzenten, elektronischen Musikkomponisten und Beatmakern inspirieren und verwischt die Grenze zwischen Instrumental und digitaler Produktion. Sein Einfluss zeigt sich bis in seine Lehrvideos und die neuen Generationen von Gitarristen, die seinen hybriden Ansatz übernehmen.

Ich möchte, dass meine Gitarre klingt wie ein Instrument, das noch nie jemand zuvor gehört hat“, sagt er oft. Ein gelungenes Wagnis.

2. Tosin Abasi (Animals as Leaders): Der polyrhythmische Visionär

Wenn es einen Musiker gibt, der die Wahrnehmung der E-Gitarre im 21. Jahrhundert verändert hat, dann ist es Tosin Abasi. Als Kopf der Band Animals as Leaders hat er die 8-saitige Gitarre in eine andere Dimension gehoben.

Abasi entfaltet eine schwindelerregende rhythmische und harmonische Palette und jongliert zwischen Progressivmetal, modalem Jazz und Ambient-Texturen. Sein Spiel integriert Slapping, beidhändiges Tapping und Phrasierungen, die von zeitgenössischer klassischer Musik inspiriert sind. In Stücken wie CAFO oder Physical Education macht er jeden Takt zu einem Experimentierfeld für Klang.

Doch Tosin Abasi ist auch eine Philosophie. Er setzt sich für einen bewussteren Umgang mit dem Instrument ein, bei dem die Technik der Komposition dient und nicht umgekehrt. Seine Soli sind nie demonstrativ umsonst: Sie tragen zu einer größeren musikalischen Erzählung bei. Auf der Bühne überrascht er oft durch die mechanische Präzision seines Spiels, aber auch durch die Dynamik und Klarheit jeder Note, selbst in den dichtesten Passagen.

Mit seiner Marke Abasi Concepts entwirft er futuristische Gitarren mit organischen Formen, die auf Komfort und Spielfluss ausgelegt sind. Seine Instrumente, ultraleicht und ausgewogen, folgen einer ergonomischen Designlogik zugunsten der Musik und sind gleichzeitig handwerklich und nachhaltig konzipiert.

3. Matteo Mancuso: Das Wunderkind ohne Plektrum

Er ist Italiener, noch keine dreißig Jahre alt und hat bereits die Legenden der Gitarre überzeugt: Matteo Mancuso. Dieses junge sizilianische Virtuosen-Talent hat die Welt mit seiner einzigartigen Rechtshandtechnik ohne Plektrum erobert. Er spielt ausschließlich mit den Fingern, in einem hybriden Stil zwischen klassischem Picking und Jazz-Rock-Fusion.

Sein Spiel, das eine verblüffende Flüssigkeit zeigt, kombiniert teuflische Präzision und seltene musikalische Ausdruckskraft. In Stücken wie Drop D oder Silkroad bewegt sich Mancuso zwischen Jazz-Phrasierungen, singenden Melodien und wilden Soli, alles mit kristallklarem Klang.

Was Mancuso faszinierend macht, ist die Zurückhaltung, mit der er Virtuosität angeht. Keine überflüssigen Gesten, keine Effekte: Alles beruht auf der Kontrolle des Timbres und der Beherrschung der Anschlagstechnik. Er betrachtet die Gitarre als klassisches Saiteninstrument, mit einem ausgeprägten Bewusstsein für Dynamik und Phrasierung. In seinen Studio-Videos sieht man eine sorgfältige Arbeit an der Atmung der Phrasen, eine seltene Aufmerksamkeit in einer Welt, die oft von Geschwindigkeit dominiert wird.

Auf der Bühne spielt er oft eine Yamaha Revstar oder eine Stratocaster Custom. Doch mehr als das Equipment macht bei ihm die Philosophie des Anschlags den Unterschied.

Eric Johnson sagte über ihn: „Er spielt, als hätte er eine neue Sprache der Gitarre entdeckt.

Und schwer, dem nicht zuzustimmen.

4. Sophie Lloyd: Die Virtuosin im Herzen des modernen Rock

Zunächst bekannt für ihre feurigen Cover auf YouTube, ist Sophie Lloyd heute eine wahre Ikone des modernen Rock. Offizielle Gitarristin von Machine Gun Kelly und erfolgreiche Solokünstlerin, verkörpert sie die Fusion aus metallischer Technik und punkiger Energie.

Lloyd beherrscht sowohl Soli à la Van Halen als auch Riffs à la Joan Jett mit beeindruckender Sicherheit und Präzision. Ihr Spiel kombiniert ausdrucksstarke Bends, moderne Harmonien und ein feines Gespür für Show. Sie gehört zu jener neuen Generation, die sowohl junge Musikerinnen als auch alte Hasen der sechs Saiten inspiriert.

Doch über die Performance hinaus arbeitet Sophie Lloyd aktiv an Kompositionen. Ihre Solostücke wie Imposter Syndrome erforschen introspektivere Themen und verbinden Virtuosität mit dunkleren, emotionaleren harmonischen Texturen. Sie beweist damit, dass die Gitarre auch in einer von elektronischer Produktion dominierten Musikwelt ein echtes Ausdrucksmittel bleiben kann.

Ihre Signature-Gitarre Kramer SM-1 und ihre Marshall Verstärker sind die perfekten Werkzeuge für ihren explosiven und melodischen Stil. Doch hinter der Virtuosität steckt echte Aufrichtigkeit: die einer Künstlerin, die die Gitarre als Ventil lebt.

Wenn ich spiele, habe ich das Gefühl, zu mir selbst zurückzufinden“, gestand sie in einem kürzlichen Interview. Ein einfacher Satz, der alles zusammenfasst.

5. Mateus Asato: Der Klangpoet

Zurückhaltender, aber enorm einflussreich, repräsentiert Mateus Asato die emotionalste Seite der zeitgenössischen Gitarre. Bekannt für seine Performances auf Instagram, hat er Millionen von Zuhörern mit seinem Spiel von verblüffender Sensibilität erobert.

Ausgebildet am Musicians Institute in Los Angeles, arbeitete Asato mit Tori Kelly, Jessie J und Bruno Mars, doch in seinen Solo-Improvisationen zeigt er sein wahres Können. Seine komplexen harmonischen Fortschreitungen, zarten Slides und ausdrucksstarken Pausen machen ihn zu einem klanglichen Maler.

Was bei ihm beeindruckt, ist sein Verhältnis zur Stille und Atmung. In seinen Videos wirkt jede Pause wohlüberlegt, jedes Vibrato bedacht. Er bekennt sich zu einem minimalistischen Ansatz, bei dem die Schönheit einer Note manchmal mehr zählt als ein Notensturm. Er verkörpert die Idee, dass Gitarre zugleich intim und universell sein kann, ein Instrument, das berührt, ohne unbedingt zu beeindrucken.

Sein Lieblingsinstrument: die Suhr Classic S Mateus Asato Signature, eine außergewöhnliche Gitarre. Jede Note scheint zu atmen, jeder Akkord erzählt eine Geschichte.

Mateus ist der Beweis, dass Virtuosität nicht nur an Geschwindigkeit gemessen wird, sondern an der Seele.

Fazit: Fünf Gesichter für eine gemeinsame Leidenschaft

Von der schwindelerregenden Technik von Tim Henson bis zur introspektiven Poesie von Mateus Asato verkörpern diese fünf Gitarristen die Vielfalt und Lebendigkeit der Gitarre im Jahr 2025. Jeder verteidigt auf seine Weise eine Vision: die eines Instruments in ständiger Entwicklung, in dem Tradition auf Innovation trifft.

Sie begnügen sich nicht damit, Vorbilder zu kopieren: Sie erfinden sie neu. Indem sie die Codes der elektronischen Musik, des Hip-Hop, Metals oder Jazz integrieren, geben sie der Gitarre einen zentralen Platz in der heutigen Musik zurück. Ein Beweis dafür, dass die Magie der schwingenden Saiten selbst im Zeitalter von Computern und Synthesizern unvergleichlich bleibt.

Und du, welcher dieser Gitarristen spricht dich am meisten an? Ob du Fan von Shred, Groove oder reiner Melodie bist – eines ist sicher: die Gitarre hat noch eine glänzende Zukunft vor sich.


Quellen

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag